7. Petersburger Dialog: Unterzeichnungen von deutsch-russischen Vereinbarungen

Wiesbaden, 14. Oktober 2007. Am zweiten Konferenztag des Petersburger Dialogs wurden auf der Pressekonferenz zwei Abkommen im Beisein der beiden Lenkungsausschussvorsitzenden Lothar de Maizière und Michail Gorbatschow sowie des Hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch und dem Oberbürgermeister der Stadt Wiesbaden Helmut Müller unterzeichnet:

  1. Der Vertrag zwischen der Firma FOM, Frankfurt/Main und der Absolut Investment Group, Moskau zum „Neuen Deutschen Dorf“ (European Village).
    Hier wird ein Dorf über etwa 220 hochwertige Einfamilienhäuser für Mitarbeiter überwiegend deutscher Unternehmen und ihre Familien entstehen, die in Moskau tätig sind unter dem Motto „Ein deutsches Haus für europäische Mitarbeiter“. Unterzeichnende waren Geschäftsführer Reinhard Walter sowie von russischer Seite Geschäftsführer Alexander Swjetakow.
  2. Ein erster gemeinsamer Studiengang zwischen der European Business School (ebs) und der Graduate School of Business Administration (GSBA) der Moscow State University (Lomonossow Universität) geht mit dem MBA in Logistics und Supply Chain Management im Februar 2008 an den Start, unterstützt und mitfinanziert durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD).

Zur 3-tägigen Konferenz werden am morgigen Tag auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und der russische Präsident Wladimir Putin kommen. Die Koordinatoren der Arbeitsgruppen werden den Regierungschefs die Ergebnisse der Arbeitsgruppen präsentieren, die ihrerseits dazu Stellung nehmen werden. Zudem wird im Beisein der Regierungschefs voraussichtlich ein weiteres deutsch-russisches Kooperationsvorhaben unterzeichnet.

Unmittelbar im Anschluss an den Petersburger Dialog tagen die Deutsch-Russischen Regierungskonsultationen im Kurhaus. Am 17. Oktober schließt sich daran die Ministerpräsidentenkonferenz an, die bis zum 19. stattfinden wird.

Als offenes Gesprächsforum fördert der Petersburger Dialog seit seiner Gründung im Jahr 2001 die Zivilgesellschaften in Russland und Deutschland. Die Regierungschefs beider Länder sind die Schirmherren der Veranstaltung und unterstreichen durch Ihre Teilnahme die hohe politische Bedeutung, die dem zivilgesellschaftlichen Dialog zwischen Deutschland und Russland beigemessen wird.