Der 15. Petersburger Dialog tagte vom 14.-15. Juli 2016 in St. Petersburg. Der Petersburger Dialog kehrte damit nach über 7 Jahren wieder an den Ort zurück, an dem er gegründet worden ist. In diesem Jahr kamen über 250 hochrangige deutsche und russische Teilnehmer aus Kultur,
Wissenschaft, Politik, Religion, Wirtschaft und weiteren gesellschaftlichen Bereichen zusammen, darunter viele Vertreter aus dem NGO-Bereich. Der 15. Petersburger Dialog stand unter dem Dachthema „Russland und Deutschland im Angesicht globaler Herausforderungen“.

Programm 15. Petersburger Dialog

Teilnehmer 15. Petersburger Dialog

Bildergalerie

Arbeitsgruppen

AG Politik

„Lehren aus der Flüchtlingskrise und Lösungswege“
„Russland und Deutschland im Angesicht globaler Herausforderungen“

Koordinatoren:
Dr. Alexander Kallweit, Leiter der Abteilung „Internationaler Dialog“, Friedrich-Ebert-Stiftung
Wjatscheslaw Nikonow, Vorsitzender des Bildungsausschusses der Staatsduma der Föderalen Versammlung der RF; Vorstandsvorsitzender, Stiftung „Russkij Mir“

AG Wirtschaft

„Industrie 4.0 – Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands und Russlands durch Kooperation bei der digitalen Transformation“

Koordinatoren:
Burkhard Dahmen, Vorsitzender der Geschäftsführung, SMS Group GmbH
Waleri Golubjew, Stellvertretender Vorsitzender des Vorstands, Öffentliche Aktiengesellschaft Gazprom

AG Zivilgesellschaft

„Der Umgang mit dem Erbe von Krieg und totalitärer Vergangenheit in Deutschland und Russland – neue Impulse und Projekte“

Koordinatoren:
Dr. h.c. Gernot Erler, Koordinator für die zwischengesellschaftliche Zusammenarbeit mit Russland, Zentralasien und den Ländern der Östlichen Partnerschaft, Auswärtiges Amt
Prof. Dr. Michail Fedotow, Vorsitzender, Rat für die Entwicklung der Zivilgesellschaft und Menschenrechte beim Präsidenten der Russischen Föderation

AG Bildung und Wissenschaft

Universitäre Task Force für wissenschaftliche Fragen
Wissenschaftliche Kooperationen, unter anderem life science
Digitale Universität – neuer Ansatz?
Kant-Festival

Koordinatoren:

Prof. Dr. Wilfried Bergmann, Mitglied des Senats, Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste
Prof. Dr. Igor Maksimzew, Rektor, Staatliche Universität für Wirtschaft und Finanzen St. Petersburg

AG Kultur

Zerstörung archäologischer Stätten im Nahen Osten und Wiederaufbau am Beispiel von Palmyra und Aleppo

– Deutsch-russisches Syrien-Seminar unter dem Titel “Zwei Wege zum Wiederaufbau Palmyras: virtuell und archäologisch“. Vorstellung einer gemeinsamen Datenbank.
– Zusammenarbeit der deutschen und russischen Fachleute bei der archäometrischen Aufnahme des aktuellen Zustands von Palmyra.
– Dreiseitiges deutsch-russisch-syrisches Seminar zum Thema Wiederaufbau- und Restaurierungsmethodik mit Schwerpunkt Bildhauerei in Palmyra
– Deutsch-russisches Filmprojekt über Palmyra.
– Diskussion und Austausch über konkrete dt. – russ. Kooperationsmöglichkeiten in Syrien / Palmyra, Bericht zu laufenden Projekten, Datenbankpräsentation u.a. durch Prof. Dr. Stefan Weber, Direktor des Museums für Islamische Kunst, Berlin und Prof. Dr. Markus Hilgert, Direktor des Vorderasiatischen Museums, Berlin

Vorstellung des „Multaka-Projekt“ Berlin durch Prof. Stefan Weber, exemplarisch für deutsche Initiativen für geflüchtete Menschen aus Syrien u.a.

Deutsch-russische wissenschaftliche Museumskooperationen. Sachstände und Entwicklungen

– Eisenzeit – Europa ohne Grenzen
– Antike Vasenmalerei
– Donatello Skulpturen
– Untersuchungen des Eberswalder Goldfundes im Puschkin-Museum
– Archäologische Bestände aus Georgien aus Berliner Altbestand im Historischen Museum Moskau

Koordinatoren:

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hermann Parzinger, Präsident, Stiftung Preußischer Kulturbesitz
Prof. Dr. Michail Piotrowski, Direktor, Staatliche Eremitage; Dekan, Fakultät für Orientalistik, Staatliche Universität St. Petersburg

AG Medien

„Flüchtlingskrise in den Medien“

Koordinatoren:
Johann Michael Möller, Hörfunkdirektor, MDR
Witali Ignatenko, Präsident, Weltassoziation der russischsprachigen Presse

AG Zukunftswerkstatt

„Globale Herausforderungen, die vor Deutschland und Russland stehen: Welche Prioritäten hat jedes Land? Können die sozialen Innovationen eine Antwort darauf sein? Welche Erfahrung hat Russland und Deutschland in diesem Bereich“

Koordinatoren:
Annegret Wulff, Programmkoordinatorin, Mit-Ost e.V.
Natalia Tscherkessowa, Vorsitzende des Aufsichtsrates, Presseagentur Rosbalt

AG Kirchen in Europa

„Die Jugend und die Zukunft der Gesellschaft und der Kirchen“

Koordinatoren:
Dr. Johannes Oeldemann, Direktor, Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik
Archimandrit Filaret (Bulekow), Stellvertretender Vorsitzender des kirchlichen Außenamtes des Moskauer Patriarchats

AG Gesundheit

– Übergang von der evidenzbasierten zur nutzen- oder outcomebasierten Medizin (from evidence-based medicine to value-based medicine)
– Gesundheit des Menschen und die Umwelt (health and environment)
– Migration und die Gesundheit der Immigranten (migration and healthcare burden)
– Die Welt der Mikroorganismen und der Mensch. Antimikrobielle Resistenz. Mikrobiota. Metagenomik. Neue Akteure in der Gesundheitserhaltung bzw. der Krankheitsentwicklung.
– Personalausbildung im Gesundheitswesen. Neue Herausforderungen der Gegenwart. Informations- und Biotechnologien.
– Überwachung der Risikofaktoren für nichtansteckende Krankheiten: Bekämpfung des Tabakrauchens, Ernährung.
– Die Rolle der gesellschaftlichen Organisationen im Gesundheitsmanagement, in der unabhängigen medizinischen Begutachtung sowie bei der Selbstregulierung der medizinischen Gemeinschaft.
– „Präzisionsmedizin“ (precision medicine) und personifizierte Medizin.
– Telemedizin (kontaktlose Technologien und Teleunterricht, Computertechnologien in der Medizin)
– Das Problem der globalen Integration von medizinischen Daten und des Schutzes von Personaldaten. Zwischenstaatlicher Datenaustausch. Biobanken.
– Globale Herausforderungen seitens der medizinischen Innovationen. Neue Technologien an der Schwelle der Einführung. Redigieren des Erbguts, synthetische Biologie u. a. Probleme der Regelung der Einführung von neuen Technologien. Wo liegt die Grenze zwischen Nutzen und Gefahr? Ethische Expertise.

Koordinatoren:
Andrea Fischer, Bundesministerin a.D.; Dezernentin für Finanzen, Gebäudewirtschaft und Krankenhäuser, Region Hannover
Prof. Dr. Jewgeni Schljachto, Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften; Generaldirektor des Nordwestlichen Föderalen Medizinischen Forschungszentrums namens W.A. Almasow; Präsident der Russischen kardiologischen Gesellschaft

Förderer