Tagung der AG Kultur in St. Petersburg, 18. April 2016

Mitglieder der AG Kultur trafen sich am 18. April 2016 in der Eremitage in St. Petersburg, um dort im Rahmen einer Arbeitssitzung die Arbeit am Kooperationsprojekt zum Themenschwerpunkt „Eisenzeit“ fortzusetzen.

Arbeitstreffen AG Kultur des Petersburger Dialogs am 18. April 2016
in St. Petersburg, Eremitage, zum Projekt „Eisenzeit“

Teilnehmer:

Deutsche Seite:

Prof. Dr. Matthias Wemhoff, Direktor, Museum für Vor- und Frühgeschichte, Berlin
Dr. Manfred Nawroth, Kustos am Museum für Vor- und Frühgeschichte, Berlin, Russland-Koordinator der Stiftung Preußischer Kulturbesitz
Dorothea Kathmann, Leiterin der Präsidialabteilung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Justiziarin

Russische Seite:

Georgi Vadimovich Vilinbakhov, Stellvertretender Direktor für Wissenschaft, Staatliche Eremitage
Andrej Yurevich Alekseev, Abteilungsleiter für Archäologie Osteuropas und Sibiriens, Staatliche Eremitage
Vera Vitalevna Kovalenko, Direktionsassistentin für Internationale Angelegenheiten, Staatliche Eremitage
Tatiana Vladimirovna Potapova, Stellvertretende Direktorin Haushalt und Sammlungen, Staatliches Puschkin-Museum der Bildenden Künste (Moskau)
Vladimir Petrovich Tolstikov, Abteilungsleiter Kunst und Archäologie der antiken Welt, Staatliches Puschkin-Museum der Bildenden Künste (Moskau)
Aleksej Konstantinovich Levykin, Direktor,
Staatliches Historisches Museum (Moskau)
Kirill Borisovich Firsov, Hauptkustos, Abteilung für Archäologie, Staatliches Historisches Museum (Moskau)
Denis Valerevich Zhuravlev, Leitender wissenschaftlicher Mitarbeiter, Staatliches Historisches Museum (Moskau)

Kurzbericht:

Die Verhandlungsleitungen beider Seiten begrüßen das geplante dritte Kooperationsprojekt im bewährten Format zum Themenschwerpunkt „Eisenzeit“ und danken dem Petersburger Dialog mit seinen Büros in St. Petersburg und Berlin für die Möglichkeiten und Organisation der heutigen Arbeitssitzung im Rahmen der AG Kultur des Petersburger Dialogs. Die AG-Kultur Koordinatoren Piotrovsky und Parzinger haben ihre Grüße übermitteln lassen und wünschen der Facharbeitsgruppe gute Gespräche und weiterführende Ergebnisse. Beide AG-Kultur Koordinatoren können wegen anderweitiger zwingender Termine nicht persönlich teilnehmen.

Nach kurzer Vorstellung der Teilnehmer wird das inhaltliche Konzept des Ausstellungsprojekts „Eisenzeit – Europa ohne Grenzen“ erörtert und die bisherigen Vorarbeiten aller Beteiligten vorgestellt.

In allen Sammlungen in Russland und im MVF Berlin laufen die Vorarbeiten seit ca. 2 Jahren, Vorstellungen zu möglichen Themen und Objekten sowie den chronologischen und geografischen Rahmen der Ausstellung wurden ausführlich diskutiert.

Die zu klärenden Restaurierungsfragen wurden erörtert und es besteht Einigkeit dazu, dass erst dann hierzu konkrete Abstimmungen möglich sind, wenn die Objektlisten erstellt sind und deutlich wird, welche Bestände präsentiert werden sollen. Dann wird über die Restaurierungsnotwendigkeit im Einvernehmen mit den deutschen Kollegen zu entscheiden sein.
Aus den Erfahrungen mit den Projekten Merowinger und Bronzezeit kann abgeleitet werden, dass die deutschen Altbestände immer für Sonderausstellungen vorbereitet werden, auch wenn sie bis zu diesem Zeitpunkt unbehandelt waren. Das MVF dankt für diese Haltung und die gemeinsame Beratung von Restaurierungserfordernissen der Berliner Altbestände. MVF bringt gerne Expertise und Unterstützung für diese Arbeiten ein.

Zum Ausstellungskatalog besteht Einvernehmen, dass die Zweisprachigkeit „Russisch/Deutsch“ beibehalten wird, um die Publikation in einem Band herstellen zu können. Wie in dem Katalog zur Bronzezeit sollen ausführliche Objektbeschreibungen, Abbildungen aller Objekte und Essays in einem ausgewogenen Verhältnis stehen und am Publikumsinteresse ausgerichtet werden.
Eine Redaktionsgruppe für den Katalog wird zu gegebener Zeit, wenn Konzept und Objektlisten abgestimmt sind, zu gründen sein.

Zu Ausstellungszeitfenstern / Ausstellungsorten / Wissenschaftlicher Fachtagung in Russland besteht Einvernehmen auf russischer Seite dazu, dass die Ausstellung wegen der umfänglichen Bestände in allen Sammlungen einen sehr großen zeitlichen Vorlauf bedarf und somit nicht vor 2019/2020 realisierbar ist, um die hohen Erwartungen auf wissenschaftlicher und politischer Seite wie auch bei dem interessierten Publikum erfüllen zu können. Als Ausstellungsorte werden die Eremitage St. Petersburg und das Historische Museum Moskau vorgeschlagen. Eine wissenschaftliche Fachtagung soll parallel im Puschkin Museum Moskau durchgeführt werden.

Finanzierungsfragen wurden auch erörtert.

Die AG Kultur des PD wird in der Jahressitzung im Juli 2016 in St. Petersburg den Stand des Kooperationsprojektes vorstellen.

Der Entwurf der Rahmenvereinbarung für die Kooperation wurde ausführlich erörtert.

Da er eng an die Vereinbarungen für die Merowinger- und Bronzezeitausstellung angelehnt ist und sich sehr bewährt hat, sehen alle Beteiligten hier keinen weiteren Abstimmungsbedarf. Die russischsprachige Fassung muss noch redaktionell überarbeitet werden, die Eremitage hat hierfür die Federführung übernommen.

Das nächste Arbeitsgruppentreffen wurde für November 2016 im Puschkin Museum Moskau und die Arbeiten zur Objekterfassung an den Berliner Altbeständen für Oktober/November 2016 in Moskau im Historischen Museum und im Puschkin Museum vereinbart.

gez. Dorothea K a t h m a n n
Leiterin der Präsidialabteilung
Hauptverwaltung, Stiftung Preußischer Kulturbesitz

Berlin, den 05. Juli 2016