11. Petersburger Dialog in Wolfsburg eröffnet

Wolfsburg, 18. Juli 2011. Vom 17.-19. Juli 2011 tagt der 11. Petersburger Dialog in Wolfsburg und Hannover – und damit zum ersten Mal in Niedersachsen. An der Eröffnung am Sonntag in Wolfsburg nahmen etwa 400 Gäste teil. Verliehen wurde auch der Peter-Boenisch-Gedächtnispreis an zwei junge Journalistinnen, Mareike Aden und Ksenija Saljukowa, ein Sonderpreis ging an den russischen Journalisten Wladimir Kondratjew.


Eröffnet wurde die Tagung am 17. Juli in der Autostadt Wolfsburg mit Grußworten des Niedersächsischen Ministerpräsidenten David McAllister, dem Vorstandsvorsitzenden der Volkswagen AG Prof. Dr. Martin Winterkorn sowie den Vorsitzenden des Petersburger Dialogs, Dr. Wiktor Subkow und Dr. h.c. Lothar de Maizière.
Die Festredner Prof. Dr. Dr. Udo Di Fabio, Richter des Bundesverfassungsgerichts, und Michail Schwydkoi, Präsident der Stiftung „Russische Fernsehakademie“ und Sonderbeauftragter des Präsidenten der Russischen Föderation für internationale kulturelle Zusammenarbeit, beleuchteten in ihren Festvorträgen das Dachthema aus jeweils unterschiedlichen Blickwinkeln. Ein Bürger müsse die Freiheit zum Handeln haben, aber zugleich auch den Willen des Handelns, so Di Fabio. Schwydkoi ging besonders auf das Verhältnis Freiheit und Sicherheit ein.
Der Peter-Boenisch-Gedächtnispreis 2011 wurde an die junge deutsche Journalistin Mareike Aden verliehen, auf russischer Seite teilen sich den ersten Preis Anastasija Roschkowa, mit 17 Jahren jüngste Teilnehmerin des Wettbewerbs, sowie die Zeitschrift "butterbrot", ein studentisches Gemeinschaftsprojekt von jungen Studierenden der Universitäten Hannover und Tomsk. Stellvertretend für alle Mitwirkenden an dem Journal nahm Ksenija Saljukowa den Preis entgegen, die derzeit in Hannover am 7. Deutsch-Russischen Jugendparlament mitwirkt. Im Rahmen des Peter-Boenisch-Gedächtnispreises, der sich an Nachwuchsjournalisten wendet, wurde erstmals ein Sonderpreis vergeben an einen russischen Journalisten für sein Lebenswerk: Wladimir Kondratjew. Es ist angedacht, den Sonderpreis auch in Zukunft zu vergeben, an erfahrene Journalisten, die sich besonders um die deutsch-russischen Beziehungen und um die Verständigung und Freundschaft beider Völker verdient gemacht haben.
Am zweiten Tag der Konferenz, Montag, 18. Juli 2011, wird es neben den Sitzungen der Arbeitsgruppen Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Bildung und Wissenschaft, Kultur, Medien, Zukunftswerkstatt sowie Kirchen in Europa erstmals vier themen- und arbeitsgruppenübergreifende Paneldiskussionen geben. Diese Neuerung bietet den Teilnehmern zusätzliche Möglichkeit, sich interdisziplinär zu aktuellen Themen der deutsch-russischen Beziehungen auszutauschen. Beim Empfang auf Einladung des Oberbürgermeisters der Stadt Wolfsburg sowie der Vorsitzenden der Lenkungsausschüsse des Petersburger Dialogs am Abend haben die Teilnehmer an Meeting-Points der acht Arbeitsgruppen Gelegenheit zur Weiterführung des Diskussionen.
Das Abschlussplenum im Beisein der Bundeskanzlerin und des russischen Präsidenten findet am dritten Tag im Congress Centrum der Stadt Hannover statt. Im Anschluss daran haben die Teilnehmer des 11. Petersburger Dialogs sowie die Teilnehmer des 7. Deutsch-Russischen Jugendparlaments, der parallel zum 11. Peterburger Dialog in Hannover tagt, Gelegenheit zu einem Meinungsaustausch.